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Öffnungszeiten


Februar und März
täglich 13.00 - 16.00 Uhr

April bis Oktober
täglich 10.00 - 17.00 Uhr

November bis Januar
jeden Sonntag 13.00 - 16.00 Uhr
(Weihnachten bis Neujahr täglich)

Schlossmuseum Thun

Schlossberg 1
3600 Thun
Tel. +41 33 223 20 01
Fax +41 33 223 20 84
info@schlossthun.ch

Rittersaal

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Rundgang
Dauerausstellung





Die Nordfenster
Die zwei Maueröffnungen auf der Nordseite sind erst, in bewusster Angleichung an jene der Südseite, bei der Umwandlung zur Kornschütte 1616 ausgebrochen worden, die linke völlig neu, die rechte unter Vergrösserung einer bestehenden Öffnung. Diese diente ursprünglich als Türe auf einen Wehrgang mit Abort. Eine Treppe von sechs Stufen führte vom Saalboden auf eine Höhe von 50 cm über die heutige Fensterbank. Warum die Treppe? Rechts der Fensternische ist ein aus der Bauzeit stammender, ursprünglich holzgefütterter Kanal sichtbar. Dieser durchläuft die ganze Mauer und ermöglichte einen Schiebebalken zu bewegen. Durch Einziehen dieses Balkens konnte der aussenliegende Wehrgang bei Gefahr von Eindringlingen zum Absturz gebracht werden.

Nutzung des Rittersaales
Der Rittersaal war nicht Wohnraum, sondern die Zähringer und Kyburger benutzten ihn in erster Linie als Repräsentations-, Fest- und Zeremoniensaal. Hier wurden Gäste empfangen, bewirtet und mit Musik unterhalten, hier wurden Verhandlungen geführt, Verträge und Bündnisse abgeschlossen, Eide geleistet, Lehen vergeben und Kriege erklärt.
Als Bern im 14. Jahrhundert Rechte und Besitzungen der Adeligen übernahm, setzten seine Funktionäre die Nutzung der neu erworbenen Schlösser fort. So dürfte auch der Thuner Rittersaal seine Funktion beibehalten haben bis 1570 mit dem Ausbau des älteren, dem Schloss südlich vorgelagerten Wohngebäudes, zum "neuen Schloss" in heutiger Grösse auch ein neuer Saal, der sog. Schiltensaal (=Wappensaal) entstand. Seit diesem Zeitpunkt diente der leerstehende Rittersaal nur noch als Lager- und Folterraum. Er trug in dieser Zeit den vielsagenden Namen "Gichtboden" (gichten = foltern). Mit dem Ausbau zum Kornhaus 1616 verschwindet der Name "Gichtboden" zugunsten der neuen Funktion. Mit dem Untergang des Alten Bern 1798 verschwand auch die Kornlagerhaltung im Schloss, fortan war der Saal Abstell- und Rumpelkammer bis er 1887 zur Aufnahme des heutigen historischen Museums hergerichtet wurde. Seit 1951 dient er auch zahlreichen öffentlichen und privaten Anlässen, wie Konzerte, Theater, Familien- Firmen- und Vereinsfeiern.

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