Sonderausstellung

Sonderausstellung 2015, 1500x500

Schloss Thun

Sonderausstellung
23. Juni 2015 bis 2. Oktober 2016

Spuren der Vergangenheit – eine Zeitreise im Schloss Thun

Neue Erkenntnisse zur 5000jährigen Geschichte des Schlossbergs Thun: Die modern konzipierte Ausstellung gewährt den Museumsgästen Einblicke in die Geschichte des Bauwerks und seiner Bewohner. Grosse und kleine Besucherinnen und Besucher lernen, dass seine Geschichte viel weiter zurückreicht, als bisher angenommen. Am Tatort des berüchtigten Brudermordes im Jahr 1322 wird erkundet, was das bekannte Thuner Richtschwert mit dem Verbrechen zu tun haben könnte. Und als weitere Highlights können ein Schlossmodell in seine Bestandteile zerlegt und umgebaut, oder das Glück im Schlossspiel gesucht werden. 

 


Die neue Sonderausstellung im Schloss Thun stellt die Gebäude auf dem Schlossberg und ihre Geschichten in den Vordergrund und thematisiert die neuesten archäologischen und historischen Erkenntnisse zur Burganlage und zur Vorgeschichte. Die archäologischen Ausgrabungen anlässlich der Bauarbeiten 2014 haben zwar keine Schatzfunde, dafür aber neue, spannende Daten und Erkenntnisse über die Vergangenheit des Schlossareals – und damit auch der ganzen Gegend – geliefert. Geboten wird ein Überblick über 5000 Jahre Thuner Geschichte. Die Ausstellung stellt eine Zusammenschau der Resultate und dokumentiert sie mit zum Teil bisher nicht gezeigten archäologischen Funden aus der Gegend. Die teilweise unpublizierten Ergebnisse der Untersuchungen belegen, dass der Schlossberg wohl schon seit der Steinzeit besiedelt war. In der Bronzezeit gab es eine befestigte Anlage; der Wall wurde bei den Ausgrabungen 2014 untersucht.

Die grosse Überraschung bietet jedoch das Mittelalter, wird doch klar, dass die Freiherren von Thun im 11. Jahrhundert schon in einem grossen Bau, einem Saalbau, auf dem Schlossberg residierten. Seine Fundamente befinden sich unter dem zähringischen Donjon. Ein weiteres Prunkstück wird endlich wieder gezeigt: Das Thuner Richtschwert. Seit dem 16. Jahrhundert als solches bekannt, gibt es auch hier neue Erkenntnisse. Das Schwert ist viel älter, stammt es doch aus dem 13. Jahrhundert!

Die Ausstellung macht jedoch nicht im Sonderausstellungsraum halt. Auf den Stockwerken im Donjon selber kann der Interessierte an interaktiven Stationen mehr zu Schloss und seinen Bewohnern erfahren.